Die Lehrkräfte, die an der PRIMARSCHULE DYARAMA unterrichten, können während der Woche nicht täglich in ihr Zuhause zurückkehren. Der Weg auf das Festland würde
zwei Stunden Fussweg beanspruchen. Vor, während, und nach der Regenzeit führt der Fussweg über schmale Dämme und teilweise muss knietief durch Schlamm und Wasser gewatet werden.
Wohnungen gibt es in Taayaki keine zu mieten. Die Bewohner von Taayaki wohnen in einfachen Lehmhütten.
Dem ersten Lehrer hatten die Projektleiter ihre Lehmhütte als Wohnmöglichkeit zur Verfügung gestellt (ab 2016).
Nun müssen wir Wohnraum für die neuen Lehrkräfte schaffen.
Vorläufig wurde für die drei neuen Lehrkräfte das Lehrerzimmer als Schlafplatz umfunktioniert (ab Oktober, Schuljahr 2019/20).
Um im März 2016 möglichst schnell die DYARAMA Schule realisieren zu können, stellten die Projektleiter ihren persönlichen Holzhangar zur Verfügung. Dieser wurde in zwei Monaten zu einem kleinen Schulhaus mit einem Schulraum umgebaut (als Mehrklassenschule). Ein Jahr später wurde das Schulhaus für einen besseren Schutz gegen Sturm und Regen aufgemauert.
Drei Jahre diente dieses Schulhaus Provisorium als Schulraum und platzte mit mittlerweile 65 Schulkindern aus allen Nähten.
DYARAMA baute das nun leer stehende Schulhaus Provisorium in Wohnraum für die Lehrerschaft um und vergrösserte es. Es bietet sieben Zimmer, einen Vorplatz und einen angebauten Duschraum mit Toilette.
Das Wohnhaus für die Lehrkräfte kann auf den Schuljahresbeginn 2020/21 bezogen werden. Jede Lehrkraft erhält ein Zimmer sowie der Platzwart eines (insgesamt 7 Zimmer). Gemeinsam haben sie eine Toilette/Dusche und einen gedeckten Terrasse.
Während den Sommerferien 2021 wurde das Lehrerwohnhaus Innen und Aussen bemalt. Zusätzlich wurden zum Auffangen des Regenwassers 2 neue Wassertanks à 6000 Liter installiert. Insgesamt können wir nun 38'000 Liter Regenwasser sammeln.
Ab SJ 2021/22 werden alle 7 Zimmer des Lehrerwohnhauses durch Lehrkräfte belegt sein.
Wir müssen eine neue Lösung für den bisher hier einquartierten Wächter finden. Da auch der Schulraum im Schulhaus voll ausgelastet ist und wir keinen abschliessbaren Stauraum mehr haben, planen wir den Bau eines Magazinhauses mit angrenzendem Zimmer für den Wächter.
Die Bewohner von Meyingbé wohnen auf kleinstem Raum in improvisierten Hütten. Wohnraum für die Lehrkräfte war deshalb nicht zu finden. Dieser wäre aber dringend. Meyingbé ist nur mit einer Piroge
oder über einen dreistündigen Fussweg erreichbar; allerdings erst ab Februar 2022, mit der Fertigstellung des Brückenkomlexes.
Der Vorschullehrer besass selber eine Hütte, die er mit seiner Familie bewohnte. Damit bestand das Wohnproblem vorerst nicht. Seine Hütte wurde aber später von Flutwellen beschädigt. Die Frau mit
den Kindern konnte auf dem Festland untergebracht werden. Er blieb in Meyingbé und schlief fortan im Schulzimmer.
Ab Schuljahr 2022/23 beschäftigten wir zwei Lehrkräfte in Meyingbé. Nun mussten beide im Schulzimmer der VORSCHULE DYARAMA
MEYINGBÉ übernachten.
Jeden Morgen mussten sie ihre Matratzen und Mückennetze vor Schulanfang wieder verräumen.
Dies war eigentlich ein unhaltbarer Zustand. Wir sind den Lehrkräften sehr dankbar, dass sie diese Situation zugunsten der Schulkinder in Meyingbé aushielten.
Lange suchten wir nach der Finanzierung für die Erweiterungsbauten der Schulanlage Meyingbé. Geplant war im Rahmen der Erweiterungen auch ein Lehrerwohnhaus zu bauen.
Im Januar 2023 erhielten wir eine grosse Spende der Sternsinger von Degersheim-Wolfertswil.
Damit konnten wir einen Anbau an das Vorschulhaus bauen. Dies entspannte die Raumnot im Klassenzimmer (zwei Klassen in einem Raum von 80 m2) und ermöglichte bis zum Ende des Schuljahres 2022/23
die Lehrkräfte provisorisch in diesem Anbau einzuquartieren.
Glücklicherweise erhielten wir im Laufe des 2023 weitere Finanzierungen von diversen Geldgebern (Schweiz. Botschaft in Abidjan, Swiss Barakah Charity und Roger Haus-Stiftung), die uns
ermöglichten das Lehrerwohnhaus zu bauen.
Zu Beginn des Schuljahres 2023/24 konnte das Lehrerwohnhaus fertig gestellt werden. Es beherbergt 3 Wohnräume (je 2 Lehrkräfte werden sich später ein Zimmer teilen müssen). Vorerst sahen die Zimmer so aus:
Die Innenräume waren nicht ausgekleidet. Das hatte den grossen Nachteil, dass Ratten, Spinnen und sonstiges Ungezhiefer leicht durch die Spalten in die Zimmer gelangen konnten. Das Geprassel des Regens war laut hörbar.
Gegen Endes des Jahres stellten wir fest, dass das vorhandene Budget noch den Ausbau der Zimmer erlaubte.
Die Wände und Decken wurden mit Spanplatten verkleidet und lackiert.
Nun sehen die Zimmer sehr wohnlich aus :-).
Ein Problem bestand aber weiterhin. Das Wohnhaus hatte keine Toiletten. Die Lehrkräfte mussten ihre Bedürfnisse weiterhin ausserhalb, in den Mangroven erledigen.
Anfangs 2024 erlaubten uns die Finanzen endlich seitlich der Schule das langersehnte Toilettenhäuschen zu bauen - die einigen Toiletten in ganz Meyingbé!
Es hat drei Toiletten: eine für die Lehrkräfte und zwei für die Schüler*innen: je eine für die Mädchen und Knaben.
Ab Oktober 2024 bewohnen 5 Lehrkräfte dieses Lehrerwohnhaus.
Glück hat die einzige Lehrerin: sie hat natürlich ein eigenes Zimmer :-)
Neuigkeiten über den Umbau des Provisoriums in Wohnraum für die Lehrkräfte
finden Sie auch im News-Blog.
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